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Pressemitteilung

Ordnungsamt sorgt für Recht und Ordnung im Kreuzviertel!

ÖDP beantragt Ehrennadel in Gold

Gäbe es eine Ehrennadel in Gold für besondere Dienste im Sinne von Recht und Ordnung in unserer Stadt, wir würden sie Norbert Vechtel, dem Leiter des Ordnungsamtes gerne verleihen:

Da hatten doch Verkehrswende Aktivisten ohne jegliche Erlaubnis am Mittwoch Blumenkübel auf Gehwegen im Kreuzviertel aufgestellt und damit für eine akute Gefährdungssituation gesorgt! Diese Blumenkübel versperrten dort nicht nur dringend benötigten Parkraum, nein sie waren vor allem eckig, scharfkantig und im Dunkeln nicht zu sehen!  

Wer nachts volltrunken aus den Kreuzviertelkneipen wankt und sich seinen Weg durch die Großstadtstraßen sucht, der ist durch derartige Objekte gefährdet. Die Häuserwand auf der einen Seite und eine geschlossene Reihe geparkter Autos auf der anderen Seite des Weges, dazwischen maximal 50 cm Freiraum (es gilt der Richtwert: wenn man mit Kinderwagen, Rollstuhl oder Rollator nicht mehr durchkommt, dann ist es gerade richtig) - so sieht der ideale und sichere Gehweg aus! Immer schön was zum Dagegen-Schlingern und zum Festhalten. Schrotträder, kreuz und quer herumliegende Elektroroller, idealerweise noch etwas Sperrmüll, vielleicht ein nadelloser Weihnachtsbaum vom vorletzten Christfest – das sind weitere Elemente, die den Weg zusätzlich sicher machen. Es handelt sich dabei um Hürden und Hindernisse, die man einfach erwartet. Schon im Kindesalter trainiert man auf dem Weg zur Kita diese mit dem Laufrad zu umkurven. Ihre Präsenz gibt einem das Gefühl der Normalität, der Vertrautheit und dadurch subversiv der Sicherheit.

 Im Bereich von Kreuzungen ist es wichtig, dass dort möglichst viele Autos so abgestellt werden, dass Fußgänger die Straßen nicht mehr überqueren können.  Die Straße gehört zurecht den Autos. Sie ist für Fußgänger und Radfahrer eine Risikozone, aus der sie ferngehalten werden müssen.  

Eine ideale Situation ist gegeben, wenn um Sicherheit besorgte Menschen ihre Autos so abstellen, dass Feuerwehr und Rettungswagen kein Durchkommen mehr haben. Einsatzfahrzeuge blinken komisch, machen laute Geräusche und fahren viel zu schnell – sie haben in Wohnvierteln nichts zu suchen!

Zusammenfassend kann man also festhalten: Das Kreuzviertel setzt Standards. Es ist eine Oase der maximalen Verkehrssicherheit, eine Vorzeigeviertel in Sachen Recht und Ordnung. Gut 48 Stunden war dieser Zustand durch das rücksichtlose Aufstellen von gefährlichen Blumenkübeln bedroht. Aber das Ordnungsamt hat schnell und konsequent durchgegriffen und die dafür verantwortliche, organisierte Vereinigung „Verkehrswende im Kreuzviertel“ zur Rede gestellt, einen Rückbau der Blumenkübel noch am Freitag herbeigeführt. Recht und Ordnung sind wieder hergestellt! BRAVO!

Leider steht es nicht überall so gut um die Verkehrssicherheit. Insbesondere am Stadtrand und in den Vororten sind einfach nicht genug Autos vorhanden, um durch das Parken auf Gehwegen einen durchgängigen Fußgänger-Schutzwall sicherzustellen. Aber mit zertifiziert verkehrssicheren Blumenkübeln kann man auch solche Problembezirke auf Kreuzviertelniveau bringen, wenn man sie eng genug auf dem Gehweg zusammenstellt. Dieser Vision will das Ordnungsamt nicht entgegenstehen, sie hält vielmehr die SoKo-BluKü bereit: Bei der Sonderkommission Blumenkübel kann der nach Sicherheit strebende Bürger eine Sondernutzungslizenz für das legale Aufstellen sicherer Blumenkübel beantragen. Wir empfehlen die Verwendung des BluKü2000. Dieser 2 Meter hohe, runde und damit vollkommen eckenfreie Beton-Blumenkübel ist im Gegensatz zu den Kreuzviertel-Exemplaren 5-Sterne-sicher. Um für das gewohnte Kreuzviertel Ambiente zu sorgen, ist er zudem lustig mit Geländewagen bedruckt und so hoch, dass man die garantiert Cannabis-freie Bepflanzung nicht sehen kann. Der emotional beglückende Anblick von Blumen könnte Autofahrer im Straßenverkehr schließlich ablenken. Jeder BluKü2000 wird von einer Glühwürmchen-Kolonie bewohnt. Wie ein Leuchtrum zeigt er so nachts den sicheren Weg durch die Straßen. Da unsere Initiative „Ein Leuchtturm für Münster“ nicht umgesetzt wird, könnte er so stellvertretend für das maritime Flair in unserer Stadt sorgen.    

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