Pressemitteilung
Gasometer-Investor: Scheitern mit Ansage
Der Investor UTB hat das Scheitern seiner Pläne für das Wohn- und Kulturprojekt im Gasometer bekannt gegeben.
„Das ist der Worst Case für die Stadtgesellschaft. Die Kulturinitiative „Sozialpalast“ hatte den Gasometer über Jahre hinweg sinnvoll genutzt. Das zivilgesellschaftliche Engagement an dieser Stelle wurde mit der Vergabe an UTB brachial beendet. Jetzt zeigt sich, dass die UTB-Pläne ein Luftschloss waren. Der Prozess der Vermarktung dieses für Münster einzigartigen Industriedenkmales ist damit nach dreieinhalb Jahren ohne Ergebnis geblieben “ tut ÖDP-Ratsherr Michael Krapp seinen Unmut kund.
Für die ÖDP war es schon bei der Vergabeentscheidung an den Investor völlig unverständlich, wie die große Mehrheit des Rates (Grüne, SPD, CDU, FDP und Volt) diesem Vorhaben zustimmen konnte. Das vorgestellte Konzept wirkte von Anfang an unrealistisch und außer „bunter Bilderr“ war wenig Substanz in den Planungen erkennbar.
Vieles von dem, was den Ausschlag für die Vergabe an UTB gegeben hatte, soll jetzt über Bord geworfen werden. „Das Projekt wurde seinerzeit wegen der nachhaltigen Aspekte von den Befürwortern gelobt. Nun sollen genau diese Punkte stark abgeschwächt oder sogar fallengelassen werden. Somit ist nicht mehr erkennbar, wo hier der Mehrwert für die Stadtgesellschaft liegen soll“, bemerkt die stellvertretende Kreisvorsitzende Silvia Königshoff-Bruns. „Es zeigt sich, dass der Verkauf aus kommunaler Hand ein Fehler war. Wir erwarten, dass der damalige Kaufvertrag nachverhandelt wird. Das, was beim Verkauf behauptet wurde, hat sich als nicht seriös herausgestellt.“
Die ÖDP stellt fest, dass eine große Chance für Münster verspielt wurde. Es hätte ein in öffentlicher Hand realisiertes Vorzeigeprojekt für die sinnvolle Nutzung eines Industriedenkmales werden können. Wir stehen nun wieder einmal vor einem Scherbenhaufen.
