Zur Hauptnavigation springen Zum Hauptinhalt springen

Pressemitteilung

Die ÖDP begrüßt die Umbenennung der Straßen im Mauritz-Viertel. Daher klares „Nein“ beim Bürgerentscheid am 08. Februar

Die Umbenennung von Straßen ist für Anwohner*innen unerfreulich und lästig – das Umstellen der Anschrift ist zeitaufwendig und nervig. Aber Namen machen eben nicht nur Leute, sondern auch Städte – welche Namen wir unseren Straßen geben, sagt etwas darüber aus, was uns wichtig ist und was wir wertschätzen wollen.

Nach langer Beratung und Diskussion hat der Rat der Stadt Münster mit breiter Zustimmung 2024 beschlossen, nach welchen Leitlinien Ehrungen im öffentlichen Raum erfolgen sollen. Dieses Leitliniendokument klärt sachlich die Bedeutung von Straßennamen und nach welchen Kriterien sie vergeben und nach welchen Kriterien sie im Ausnahmefall eben auch geändert werden sollten. 

Der Prozess zur Prüfung und Abwägung der Umbenennung der Straßen im Mauritzviertel und die Beratung in der Bezirksvertretung Mitte sind diesem Leitfaden gefolgt und haben zu dem nachvollziehbaren Entschluss geführt, eine Umbenennung durchzuführen – die ÖDP Münster befürwortet sowohl den vorbildlichen Prozess als auch das Ergebnis. Nein – Straßen sollten auch im Mauritzviertel keine Schlachten und keine Befehlshaber des ersten Weltkrieges glorifizieren. Entsprechend lautet unser Votum für den Bürgerentscheid klar „Nein“.

Befremdlich ist die Emotionalität der Diskussion, die wie so häufig in diesen Tagen in keinem Verhältnis mehr steht zum eigentlichen Streitpunkt. 25000 Menschen ziehen jährlich erfolgreich in Münster um und wechseln damit den Namen ihrer Anschrift – auch die Anwohner der betroffenen Straßen werden dies verkraften können. Die Emotion liegt nicht in der Sache begründet, sondern es ist die heraufbeschworene Gängelung durch Staat, Stadt und Politik, welche hier die Gemüter bewegt. Wir wünschen uns, dass mit derlei Vorwürfen, die in diesem Fall umfangreiche demokratische Beteiligungsprozesse herabsetzen, deutlich sensibler umgegangen wird, als dies die Initiatoren des Bürgerbegehrens aktuell tun.

Was kann es da Besseres geben, als die Sache basisdemokratisch zu klären? 
Wir sind zuversichtlich, dass es am 08.Februar zu einem klaren Votum für die Umbenennung kommen wird und freuen uns, dass sich ein Bündnis in Münster gefunden hat, dass sich für dieses Ergebnis stark macht. Wir freuen uns, es unterstützen zu können.  
 

Zurück